![]() Rathaus |
Horber Bilderbuch |
![]() Geßlersches Amtshaus
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Der auf einem Bergsporn gelegene Horber Marktplatz wird 1277 erwähnt und besitzt die Form eines Straßenmarktes, der sich am Scheitelpunkt der Marktstraße verbreitert und sich an der abschüssigen Wintergasse wieder verjüngt. Sämtliche Häuser am Markt wurden nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1725 auf dem Brandschutt der mittelalterlichen Oberstadt wieder errichtet. Auf den Giebelseiten des 1765 fertiggestellten Rathauses und des benachbarten Wachthauses gestaltete Wilhelm Klink 1925/27 das große Horber Bilderbuch, das mit seinen Wappendarstellungen und Portraitmedaillons viel von der Historie der Neckarstadt und deren bedeutenden Söhnen zu berichten weiß. Dem blumenumkränzten Stadtwappen streben ein biedermeierlicher Hochzeits- sowie ein Handwerkerzug zu. Über der Kreuzigungsszene erblickt man unterhalb der Giebelspitze mit dem dreieckigen Strahlenkranz und dem hebräischen ´Jahve´ ein altes christliches Dreifaltigkeitssymbol, und die Aufschriften Recht, Treue, Liebe sowie Fleiß erinnern die Horber stets an die wichtigsten bürgerlichen Tugenden. Die Häuserlücke auf der Südseite des Marktplatzes soll auf den Obervogt Johann Joseph Geßler von Braunegg zurückgehen, der sich nach dem großen Brand um den Wiederaufbau der Stadt verdient machte, aber sich für sein 1745 erworbenes Haus doch nicht die herrliche Aussicht ins Neckartal verbauen lassen wollte. Das barocke Portal des Geßlerschen Amtshauses ziert sein von Kaiser Karl VI. verliehenes Adelswappen. Der 1372 erwähnte Marktbrunnen steht in der abfallenden Nordwestecke des Platzes, da das Niveau des Wasser liefernden Silberbrünneles im Tal tiefer liegt als das des Marktplatzes. Auf der vierröhrigen Renaissancesäule erhebt der habsburgische Löwe sein vergoldetes Schwert und hält einen von dem hohenbergischen und dem österreichischen Wappen geteilten Schild. |
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Marktbrunnen Traditionsgaststätte 'Zum Schiff' Blick zur Stiftskirche |
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