Jüdischer Betsaal

Zur Erinnerung und Mahnung - In Horb am Neckar bestand bis zum Zweiten Weltkrieg eine jüdische Kultusgemeinde. Ihr Betsaal befand sich in diesem Gebäude. Er wurde nach der Pogromnacht 9./10. November 1938 verwüstet. Wir gedenken unserer jüdischen Mitbürger, die der NS-Gewaltherrschaft zum Opfer fielen und derer, die ihre Heimat verloren.

Im Zuge der Judenemanzipation zogen seit 1864 immer mehr jüdische Familien in die Neckarstadt. Im Jahre 1905 wurde mit 138 Personen die höchste Zahl jüdischer Einwohner in Horb erreicht. 1903 konstituierte sich die israelische Religionsgemeinde Horb, 1904 legte man an der Landstraße nach Mühlen den jüdischen Friedhof an, und 1913 wurde Horb Sitz eines Rabbinats. Die Gottesdienste hielt die Horber Gemeinde in einem gemieteten Betsaal im Erdgeschoss des Gebäudes Fürstabt-Gerbert-Strasse 2 ab, der während der sogenannten Reichskristallnacht 1938 von SA-Leuten demoliert wurde.

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