Der Hexensabbat:
Der Hexenflug führte zum Hexensabbat, einem Treffen aller Hexen aus einer Region, meist nachts, meist unter freiem Himmel. Auf dem Sabbat tanzten, aßen und tranken die Hexen und verübten oft gemeinschaftlich Schadenszauber. Dämonen wurden meist als anwesend gedacht. Die Hexen huldigten dem Teufel auf dem Sabbat, was dann in Quellen des 17. Jahrhunderts quasi religiöse Züge annehmen kann und in die Nähe von "Schwarze Messen" gerät. Die Sabbatvorstellung war für die Hexenprozesse von größter Bedeutung: Verhaftete Hexen wurden gefragt, wen sie auf dem Sabbat gesehen hätten. Durch Anwendung der Folter konnten so unter Umständen lange Listen mit Namen von angeblichen Komplizen, die auf dem Hexentreffen erschienen sein sollten, erstellt werden. Bei schweren Hexenverfolgungen konnten dann nur auf Grund solcher Aussagen diese vermeintlichen Mittäter ihrerseits verhaftet und gefoltert werden. Die Denunziation von Mittätern wurde als "Besagung" bezeichnet.