 |
Graf Burkard III., der 1237 das Dominikanerinnenkloster Kirchberg
(Stadt Sulz) gegründet hatte, erweiterte durch Heirat mit der Erbtochter
Mechthild das Territorium nach Nordwesten um einen Teil der ehemals pfalzgräflichen
Herrschaft Nagold. Graf Burkhard IV., der Begründer der Nagolder und
Wildberger Linie, brachte durch Heirat mit der Erbtochter Luitgard die
ehemals pfalzgräfliche Stadt Horb mit ihrem Umland in das hohenbergische
Erbe ein. Graf Albrecht II., der 1298 in der Schlacht auf den Kreuzwiesen
bei Leinstetten (Stadt Dornhan) fiel, gründete als neuen Herrschaftsmittelpunkt
die Stadt Rottenburg am Neckar. Die Ehe der Schwester Gertrud mit König
Rudolf von Habsburg begründete die Beziehungen zu Österreich.
Als Königin Anna wurde Gertrud zur Stammutter aller späteren
habsburgischen Könige und Kaiser.
Graf Rudolf I., der als österreichischer Landvogt in Oberschwaben
fungierte, tauschte 1319 mit seinem Wildberger Vetter und dessen Nagolder
Neffen die Hälfte der Pfandschaft Dornstetten gegen die Besitzungen
in und um Horb. Erbteilungen und wirtschaftliche Probleme bestimmten die
Geschichte Hohenbergs in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Nach zahlreichen Verpfändungen und in Ermangelung eines Nachfolgers
verkaufte Graf Rudolf III., der noch 1374 die Herrschaft Oberndorf erworben
hatte, am 26. Oktober 1381 seine gesamte Grafschaft um 66 000 Gulden an
Herzog Leopold III. von Österreich. Die Wildberger und Nagolder Besitzanteile
wurden über kurz oder lang von den Grafen von Württemberg aufgekauft. |