Projektbericht "Schulen ans Netz"
- GHWRS Horb-Altheim, 72160 Horb-Altheim
www.horb-alt.fds.bw.schule.de - schule@hor-alt.fds.bw.schule.de
Projektidee - Rahmenbedingungen
- Projektbeschreibung - Schulinterne
Fortbildung
1. Projektidee
Die Idee zum Anschluß unserer Schule ans Internet wurde von außerhalb
in die Schule hineingetragen durch den Kollegen Markus Kölle von der
benachbarten Schule in Horb-Untertalheim. Aufgrund seiner bemerkenswerten
Kompetenz in Sachen Informatik hat Herr Kölle bereits im Jahr 1995
die Schule bei der Ausstattung des Computerraumes unterstützt, als
in einer gemeinschaftlichen Aktion für 4 Horber Hauptschulen, die
notwendige Hardware angeschafft wurde. In diesem Kreis, der durch die Realschule
und das Gymnasium Horb erweitert wurde, wurde zusammen mit interessierten
Kollegen im darauffolgenden Jahr auf Initiative von Herrn Kölle die
Idee geboren, sich gemeinsam an der Initiative "Schulen ans Netz"
zu beteiligen.
2. Rahmenbedingungen
- Die GHWRS Horb-Altheim wurde vor 3 Jahren mit zwölf 486-PC unter
Windows 3.11 ausgerüstet, die über ein Peer-to-Peer-Netzwerk
miteinander verbunden sind und über eine hardwaremäßige
Videovernetzung verfügen. Nach dem recht verspäteten Eintreffen
des SAN-Rechners im Frühjahr 1997 wurde dieser in die vorhandene Vernetzung
unter Windows 3.11 eingebunden und der frei gewordene Lehrerarbeitsplatzplatz
wurde zu einem Schülerarbeitsplatz umfunktioniert.
- Der Internetzugang erfolgte nach anfänglichen Problemen mit der
Telecom, die der Schule für Verwaltung und Computerraum gleich zwei
ISDN-Anschlüsse mit doppelter Grundgebühr verordnet hatte, gleichfalls
im Frühjahr 1997. Der Einzelzugang mittels des SAN-Rechners erfolgt
über die Berufsakademie Horb, die mit einer Standleitung am BelWü-Netz
hängt, so dass eine recht kostengünstiger Internetanschluß
für alle beteiligten Horber Schulen vorhanden ist.
- Von BelWü wurde eine eigene Maildomaine (horb-alt.fds.bw.schule.de)
eingerichtet. Als Mailprogramm wird auf dem SAN-Rechner Netscape Navigator
Gold 3.0 verwendet. Alle schulischen Mails und News werden bislang von
einer Einzelperson verwaltet.
- Jeder Schülerarbeitsplatz verfügt zur Homepage-Erstellung
das Programm Netscape Navigator Gold 3.0 in der 16-Bit-Version. Die erstellten
Homepages werden mit den Grafiken über die Peer-to-Peer-Vernetzung
an den Lehrerarbeitsplatz geschickt, von wo die Übertragung mittels
eines FTP-Programmes zum BelWue-Server erfolgt.
- Der Zugang der Schule ans Internet wurde von der Schulleitung wohlwollend
unterstützt. Sämtliche Aktivitäten beschränkten sich
bislang allerdings auf die Eigeninitiative einer Einzelperson, die ihre
Anregungen und Unterstützung hauptsächlich von der schulübergreifenden
Initiative "Horber Schulen ans Netz" bezog, wobei Herr M. Kölle
des öfteren auch mit Rat und Tat vor Ort an der Schule war, um vor
allem technische Probleme aus dem Wege zu räumen.
3. Projektbeschreibung
- Nachdem sich der noch als kommunikationstechnischer Einzelkämpfer
agierende Kollege an einigen Nachmittagen auf freiwilliger Basis zusammen
mit anderen Einzelkämpfern aus den benachbarten Horber Schulen in
Herrn Kölles angebotenen Fortbildungsveranstaltungen etwas internet-
und mailkundig gemacht und im Stile von 'trial and error' die ersten Internet-
und Mailerfahrungen gesammelt hatte, wurde von der Schulleitung der GHWRS
für 11 Acht- bzw. Neuntklässler im Schuljahr 1997/98 eine Internet-AG
angeboten.
- in der Einführungsphase wurde zunächst planlos gesurft, wobei
man sehr schnell zur Erkenntnis kam, daß im Internet nicht alles
Gold ist, was glänzt. Viele Seiten erwiesen sich gerade bezüglich
ihres Inhaltes als sehr dürftig. Diese Erkenntnis blieb auch bestehen,
als man sich daran machte, mit Hilfe von Suchmaschinen gezielt bestimmte
Inhalte zu erschließen. Dabei stieß man allerdings auch auf
Web-Seiten, deren Einsatz sich für den regulären Unterricht,
z.B. im Fach Geschichte, Erdkunde oder Gemeinschaftskunde an Stelle von
bislang benutzten Medien anbot.
- das Senden und Empfangen von E-Mails war ein weiterer Baustein in der
Internet-AG (schule@horb-alt.fds.bw.schule.de). Als Partner standen zunächst
die Nachbarschaftsschulen zur Verfügung. Auch hier machte sich der
Umstand bemerkbar, daß es beim Versenden von E-Mails an geeigneten
Themen fehlte, um die E-Mails auch inhaltlich entsprechend zu gestalten.
Diesem Umstand soll jetzt Rechnung getragen werden, wenn demnächst
Kontakt mit einer Schule aus dem Oberrheingebiet aufgenommen wird.
- in einer dritten Phase begann die Arbeitsgemeinschaft eine eigene Homepage
(www.horb-alt.fds.bw.schule.de) zu erstellen,
die den Schulort und die Schule vorstellen soll. Dabei wird auch auf eine
Vernetzung des heimatlichen Ortes mit der näheren und weiteren Umgebung
geachtet, wozu sich das Internet als besonders geeignetes Medium anbietet.
Es zeigt sich, daß sich aus der Beschäftigung mit dem Schulort
noch das eine oder andere Projekt herauskristallisiert (z.B. Hexenverfolgung
in Altheim), das durch eine eigene Seite dargestellt werden soll. So
wird sukzessive eine Präsentation des Schulortes erstellt. Mit Unterstützung
von digitaler Kleinbildkamera und Scanner erweist sich das Programm Netscape
Navigator Gold - vor allen Dingen auch offline - als hervorragendes Präsentationsmedium.
Dies soll bei den nächsten Projekttagen im Juni diesen Jahres ausprobiert
werden.
- Die Integration des Internets in den Regelunterricht erfolgte aufgrund
des Einzelplatzes bislang nur in der Form, daß geeignete Web-Seiten
an Stelle von Filmen oder Dia-Serien in den Fächern Geschichte, Erdkunde
oder Gemeinschaftskunde eingesetzt werden. Die Übertragung der Seiten
auf den Schülerarbeitsplatz erfolgt vom Lehrerarbeitsplatz über
eine Video-Vernetzung und ist daher sehr lehrerzentriert. Aber auch hier
erwies sich das Internet bei geeigneten Web-Seiten als sinnvolles Unterrichtsmedium,
auf das man vorallem einen schnellen Zugriff besitzt.
Schulinterne Lehrerfortbildung
- Bislang verhielt sich das Kollegium zu diesem neuen Medium recht distanziert
und entwickelte kaum Eigeninitiative. Aus diesem Grund wird von der Schulleitung
angestrebt, beim nächsten pädagogischen Tag das Thema Computer
und Internet als Unterrichtsmedium in diese schulinterne Fortbildungsveranstaltung
einzubringen. Allerdings kann diese Fortbildung nicht nur schulintern geleistet
werden, weshalb auch regionale und überregionale Fortbildungsveranstaltungen
zur Weiterbildung angeboten werden müssen.
Das Projekt Schulen ans Netz hat unsere Schule mit einem neuen Medium konfrontiert,
dessen Einsatz als Lehr- und Lernmittel sich sicherlich lohnt, wobei die
Möglichkeiten einer sinnvollen Nutzung noch lange nicht eruiert sind
und auch das Angebot der Informationen vor allem inhaltlich noch einer
großenVerbesserung bedarf. Das Interesse an einem Ausbau der schulischen
Computeranlage ist vorhanden und eine Vernetzung wird angestrebt, um jedem
Schülerarbeitsplatz einen Internetzugang zu ermöglichen.
Horb-Altheim, den 18.04.1998
GHWRS Horb-Altheim
Joachim Lipp
mailto:lipp@horb-alt.fds.bw.schule.de