LIPSA 
in Altheim
 Lern-, Interessen-, Persönlichkeitsentwickelnde SchülerAngebote
1. Ausgangslage
      Klagen über Ausbildungsfähigkeit
Veränderte Kindheit im ländlichen Raum 
Ausbluten der Hauptschulen
Brennpunktschulen in Städten 
Multikulturelle Zusammensetzung 
Multisoziologische Zusammensetzung >Werte >Familie
 
2. Es musste etwas geschehen!
Es nützt wenig, in der 8./9.Klasse crash-Kurse durchzuführen, man muss in der Klasse 5 anfangen, wenn sich etwas ändern soll!
Es wurden Modelle entworfen, die bereits erprobt wurden, z.B. 

Stuttgarter Modell mit einer KLAG = Klassen- AG und Förderkursen 

LIPSA von Herrn Pix im Schulamt Nürtingen

Beide Modelle waren für Brennpunktschulen gedacht.
Das Kultusministerium wollte aber ein Zeichen setzen und machte das Angebot, beide Modelle prophylaktisch und flächendeckend zu erproben
Das Schulamt Freudenstadt setzte ein ermutigendes Zeichen mit den meisten Angeboten!
 
3. Was bedeutet KLAG?
Klassenbezogene Arbeits - Gemeinschaft, in der interessenorientierte, bedürfnissorientierte Angebote gemacht werden, zusätzlich dient diese KLAG der Stärkung der Schülerpersönlichkeit, dem Training von Lernstrategien u.s.w. 
Ergänzt wird diese KLAG durch Stütz- und Förderangebote sowie durch selbst organisierte Lernphasen. 
In der Regel haben die Schüler drei Stunden zusätzlich Unterricht.
 
4. Was bedeutet LIPSA ?
Lernförderung: 
1. Stütz/Förderkurse auf Grund einer Lernstandsdiagnose
z.B. Lesen: 
Lesetechnik 
Sinnerfassendes Lesen 
Ganzschrift 
Buch vorstellen 
Klassenbücherei (z.B. Blockausleihe der Stadtbücherei)
z.B. Rechtschreiben: RS-Kurs, der gezielt auf Fehlerschwerpunkte ausgerichtet ist 
RS- Kartei 
Diktat-Vorbereitung 
LRS-Förderung
z.B. Mathematik: Festigen von Grundrechenarten 
Förderung: Logisches Denken, Knobelaufgaben, ...
z.B. Englisch: Vokabelkartei, ...
Anregung: 
Anstatt die Schüler zu trennen in "gute" und "weniger gute" kann auch ein Helfersystem eingeführt werden.Vorteile:
Bessere Motivation 
Stigmatisierung entfällt 
Gute werden gefördert durch Verbalisieren der Aufgaben, bekommen Selbstwertgefühl 
Schüler helfen Schülern oft effektiver 
Klassengemeinschaft wird gefördert
 
2.Lernen lernen 
3.Methoden lernen (Unterstreichen, 5-Schritt- Lesemethode, ...)
Interessen-Förderung 
Interessen als Ausgangslage, um Zugang zu schwierigen Schülern zu bekommen
-Interessen wecken und fördern, z.B. durch: Gemeinsame Unternehmungen: 
Projekte 
Museumsbesuch 
Lerngänge (Naturerfahrung) 
Basteln/Malen/Computer 
Leseförderung
-Projekte sind der ideale Ort hierfür, z.B.Weihnachtsprojekt: 
Zimmerschmuck basteln, Einladungen gestalten (Computer), Geschichten vortragen, Eltern zum Adventsnachmittag einladen, ...
Pesönlichkeitsbildende Angebote 
Nicht durch eine LIPSA-Stunde abzudecken, sondern setzt sich aus vielen kleinen Bausteinen zusammen, z.B.: 
Grundhaltung des Lehrer:
Ermutigend 
Annehmend 
Freiräume zur Entfaltung gebend
 
Förderung wird erreicht durch: Projekte 
Unternehmungen 
Schülerbeobachtung 
Einzelgespräche bzw. Schüler-Eltern-Lehrergespräche
Projekte stehen daher im Mittelpunkt, da sie: Persönlichkeit bilden (sich einbringen, Verantwortung über- 
nehmen, teamfähig werden...) 
Interessen wecken 
Klassengemeinschaft fördern
Projekte dürfen nicht isoliert werden, sondern sie sollten: Im Stoffplan integriert sein 
In der Tagesplanung einbezogen sein 
Flexibel gehandhabt werden, z.B. die Grundlagen im Unterricht schaffen und den Lerngang, die Dokumentation in einer LIPSA-Stunde machen
 
5. Welche Chancen bietet LIPSA ? 

Teilung der Klassen nicht nur für große Klassen ein Gewinn 
Gezielte Förderung in Kleingruppen 
Freiräume für Unternehmungen

Lerngänge 
Klassen-AG 
Soziales Lernen 
Konfliktbewältigung, ...
Also all das, was wichtig und notwendig ist und wofür seither 
die Zeit irgendwoher abgeknapst werden musste.
 
6. Wie sieht die pädagogsiche Zielsetzung aus ? Die Schüler sollen: 
Ausbildungs- und teamfähig werden 
Wissenslücken schließen 
LIPSA darf nicht isoliert gesehen werden, sondern muss im Gesamtzusammenhang stehen mit der Arbeit in Klasse 5.