Exkursion in den Taubergießen 
von Tobias Schuster, GHWRS Horb-Altheim - Klasse 9 

Es gibt ihn immer noch: Den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Man kann sich heute problemlos und schnell begegnen, wenn man zum Beispiel einen Internetzugang besitzt. So lernten wir, die Schüler der Internet-AG der GHWRS Horb-Altheim, die Schüler der GHS Oberhausen kennen, indem wir gegenseitig Informationen und Bilder per E-Mail und Internet austauschten. Damit es nicht bei dieser virtuellen Begegnung blieb, organisierten die Lehrer Joachim Lipp von der GHWRS Altheim und Kurt König von der GHS Oberhausen eine Begegnung der echten Art. 

Anreise 

Die Schüler der Computer-AG Altheim starteten am ersten der beiden Projekttage um 7.45 Uhr zur Fahrt nach Oberhausen. Bei nicht verheißungsvollem Wetter, es war stark bewölkt und das Thermometer zeigte nicht mehr als 8 Grad Celsius an, ging es los. Verteilt auf vier PKWs fuhren die 14 Schüler in Richtung Freudenstadt. Dort setzte bereits Nieselregen ein, der jedoch noch zu ertragen war. Weiter ging es dann über den Kniebispass auf die Schwarzwaldhochstrasse, die direkt zur Zuflucht führte. Dort erwartete die Gruppe bereits dichter Nebel. Trotz der schlechten Sichtweite von höchstens 30 Metern ging die Fahrt weiter. Auf der Oppenauer Steige, deren Verlauf an die Passstrassen der Alpen erinnert, fuhr die Gruppe durch das Renchtal vorbei an Kalikutt, das nicht mit dem indischen Kalkutta zu verwechseln ist, und gelangte allmählich in das breite Tal des Oberrheins. Bei Appenweier ging es dann bei immer noch schlechten Wetterverhältnissen auf die Autobahn, die bis Herbolzheim führte. Nach der Ausfahrt kamen die Schüler und Fahrer voller Erwartung an der GHS Oberhausen an. 

Der Empfang 

Nach der Ankunft im badischen Oberhausen wurde das Team der Internet-AG Altheim von Bürgermeister Dieter Brettschneider, von Klassenlehrer Kurt König und der Schulleiterin Beate Früh sowie von den Schülern der 9. Klasse herzlichst empfangen und ausgiebig bewirtet. Während dieses zweiten Frühstücks konnten sich die Schüler gegenseitig persönlich vorstellen und kennen lernen. Viele Informationen über den Rhein und das Naturschutzgebiet Taubergießen erhielten die Gäste durch einige Schüler, die unter Leitung von Kurt König sehr interessante Kurzvorträge erarbeitet hatten. 

Natur hautnah 

Nach der Theorie ging es direkt in die Natur. Bei leider immer noch anhaltendem Regen wanderten die Schüler durch die Rheinaue. Die Wanderung endete bei einer Fischerhütte, wo erst mal kräftig Essen gefaßt wurde. Anschließend fand sich die Gruppe am Ufer eines Altrheinarmes ein, um den Taubergießen vom Wasser aus zu bewundern. Klaus und Josef Koßman sowie ein weiterer Bootsführer lenkten die Gruppe auf so genannten Nachen sicher durch die Gewässer. Eine längere Regenpause machte die Bootsfahrt zu einem interessanten Erlebnis. Außer der vielfältigen Pflanzenwelt konnte die Gruppe auch Schwäne und Enten sozusagen hautnah erleben. Die Tiere zeigten keinerlei Menschenscheu, sondern erwiesen sich eher zutraulich. Aufregend waren die Fahrten durch die Durchlässe, die einem das Gefühl vermittelten wie auf Stromschnellen dahinzugleiten. Nach ca. zwei Stunden endete die Kahnfahrt bei einsetzendem Regen wieder am Ufer eines Rheinarmes. 

Die Kutschfahrt 

Nach der Fahrt mit den Nachen wurden die Schüler von zwei Pferdegespannen empfangen. Sicher lenkten die Kutscher die Planwagen, welche jeweils von zwei Pferden gezogen wurden, über die Wege des Taubergießen. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde bis die Schüler wieder an der GHS Oberhausen ankamen. Im Laufe der Fahrt hatte sich der Himmel aufgeklart und verschaffte angenehme Stimmung zum Abschluss des Tages. 

Ab geht's nach Hause 

Vor der Abfahrt wurden an der Oberhausener Schule von der Presse noch einige Fotos geschossen. Bevor die Schüler der Internet-AG sich verabschiedeten und sich zu den Fahrzeugen begaben, tauschten sie mit den Oberhausenern gegenseitig Adressen aus und hofften auf baldiges Wiedersehen. Letztendlich traten die Altheimer leicht erschöpft aber zufrieden um 18.00 Uhr ihre Heimfahrt an, die durchs Kinzigtal noch etwa eineinhalb Stunden dauern sollte.